Grunderwerbsteuer Mecklenburg-Vorpommern 2019

Wenn Sie ein Grundstück oder eine Immobilie kaufen, erhalten Sie nach 6 bis 8 Wochen nach der notariellen Beurkundung vom zuständigen Finanzamt eine Aufforderung zur Begleichung der Grunderwerbsteuer. Hier können Sie Ihre Grunderwerbsteuer für 2019 berechnen und aktuelle Änderungen für Mecklenburg-Vorpommern erfahren.


Grunderwerbsteuer Mecklenburg-Vorpommern 2019

Kaufpreis
200.000
Steuersatz
5,0 %
Grunderwerbsteuer
10.000

Gesamtbetrag
210.000

Seit 2006 ist die Grunderwerbsteuer Ländersache.

Den Startschuss gab die Bundesregierung einheitlich mit 3,5% auf den Kaufpreis. Seitdem haben manche Länder kräftig angezogen und mehrfach Gebrauch von einer Erhöhung gemacht. Berechnen Sie basierend auf Ihrem individuellen Kaufpreis in unserem Rechner Ihre Grunderwerbsteuer.

Oder vergleichen Sie die Höhe des Steuersatzes in verschiedenen Bundesländern. Erfahren Sie mit einem Klick auf Ihr Bundesland in der unten abgebildeten Tabelle, ob eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer in Ihrem Bundesland in Aussicht ist.

Ihr Bundesland (Klick) Prozentsatz 2019 Höhe Kaufpreis 300.000 Euro
Baden-Württemberg 5,0 % 15.000
Bayern 3,5 % 10.500
Berlin 6,0 % 18.000
Brandenburg 6,5 % 19.500
Bremen 5,0 % 15.000
Hamburg 4,0 % 12.000
Hessen 6,0 % 18.000
Mecklenburg-Vorpommern 6,0 % 15.000
Niedersachsen 5,0 % 15.000
Nordrhein-Westfalen 6,5 % 19.500
Rheinland-Pfalz 5,0 % 15.000
Saarland 6,5 % 19.500
Sachsen 3,5 % 10.500
Sachsen-Anhalt 5,0 % 15.000
Schleswig-Holstein 6,5 % 19.500
Thüringen 6,5 % 19.500

Erkenntnis 1: Die Höhe der Grunderwerbsteuer variiert stark

Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro ist zwischen den Bundesländern mit einer Bemessungsgrundlage von 3,5% und 6,5% ein Unterschied von 9.000 Euro zu verzeichnen. Dieser Unterschied kann durchaus eine Jahresrate bei der Rückzahlung des aufgenommenen Kredits ausmachen. Sollte man grenznah wohnen, kann es eine Überlegung wert sein, sich den Steuersatz des anderen Bundeslandes anzuschauen.

Erkenntnis 2: Die Länder machen konstant von ihrem Recht Gebrauch

Es ist deutlich zu sehen, dass seit 2006 viele Länder von Erhöhungen Gebrauch gemacht haben, um den eigenen Haushalt zu unterstützen. An der Spitze liegen Thüringen, NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein und das Saarland. Dabei halten sich die Länder in Sachen Erhöhung nicht zurück: Sprünge von 1.5% kamen bereits öfters vor – Zuletzt in Thüringen am 1.1.2017.

Erkenntnis 3: Der Traum kann platzen

Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist für manche Käufer so gravierend, dass ein Erwerb nicht möglich ist: Die Bank finanziert die Grunderwerbsteuer innerhalb des Kredits nur noch selten. Dass heisst, der Käufer muss selbst für diese Nebenkosten aufkommen.

Grunderwerbsteuer in Mecklenburg Vorpommern 2019

Entwicklung des Steuersatzes
Mecklenburg-Vorpommern wurde besonders hart von der Finanzkrise erwischt und hatte danach mit sinkenden Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer zu kämpfen. Daher wurde diese am 1. Juli 2012 von 3,5 auf 5 Prozent erhöht. Seitdem steigen die Einnahmen fortlaufend und liegen deutlich über denen der Vorjahre.

Bundesland 2015 2016 2017 2018 2019
Mecklenburg-Vorpommern 5 % 5 % 5 % 5 % 6 %

Seit dem Jahr 2006 können alle Länder selbst über den Steuersatz bestimmen – angefangen bei 3.5%, haben viele Landtage in der Erhöhung eine lukrative Einnahmequelle gesehen und gleich mehrfach erhöht. Mit 6% würde MV seinen Nachbarländern Schleswig-Holstein und Brandenburg nahe kommen. Beide liegen beim derzeitigen Spitzensteuersatz.

Aktuelles zur Grunderwerbsteuer in Mecklenburg Vorpommern

Die sehr hohe Pro-Kopf-Verschuldung in Mecklenburg-Vorpommern zieht den Bedarf nach Staatseinnahmen nach sich. Allerdings sind die Immobilienpreise nicht mit denen anderer Staaten mit Ballungszentren zu vergleichen, obwohl auch diese in den vergangenen Jahren angestiegen sind.

Mit 5% im ersten Halbjahr 2019 lag Mecklenburg-Vorpommern im Mittelfeld. Allerdings drängte der Landtag auf Mehreinnahmen und hat die Grunderwerbsteuer zum 1.7.2019 von fünf auf aktuell sechs Prozent erhöht. Der entstehende Mehrbetrag kommt den Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern zugute und sorgt insgesamt über 30 Millionen Euro Mehreinnahmen. Diese Initiative sollte im speziellen die Abschaffung der Straßenausbaugebühr für Anlieger finanzieren, die Kommunen festsetzen.

Die Grunderwerbsteuer ist in ihrer Höhe ein großer Block für Kaufinteressierte. Sie lässt sich jedoch in bestimmten Fällen umgehen bzw. können Käufer unter Umständen auf Einsparungen hoffen. In diese Gruppe fällt allerdings nur kleine Anzahl von Käufern. Ob Sie dazugehören, können Sie hier lesen.